Maurice Benayoun ::
So.So.So. (Somebody, Somewhere, Sometime), 2002

Interaktive Multimedia Installation
Maße variabel, ca. 8 x 5 m

 

 

Komponist: Jean-Baptiste Barrière
Kamera: Laurent Simonini / Pleine Lune
Software : VRetina David Nahon /Z-A Production
Web Graphikdesigner : Stéphane Thidet
Produktion: Karen Benarouch / Z-A Production, mit Unterstützung von Thécif

Dank an: Florence Benayoun, Bernard Benhamou, Claudette Bribon, Elisabeth
Castro, Eric Deltour, Herveline Fabre, Qio, Florentine Rey, Franck Antunes,
David Bouhsira, Café le Moderne

 

    7.47 Uhr am Morgen; ein Augenblick des Übergangs, wenn alles schiefzugehen droht.
So.So.So. (Somebody, Somewhere, Sometime) erzählt die Geschichte des Moments, in dem sich parallele Räume treffen und sich in eine Geschichte verwandeln, abhängig davon, wie wir sie selbst wahrnehmen. Ihre vergänglichen Augenblicke sind eingeschrieben in ein Palimpsest jeder einzelnen Person. In diesem flüchtigen Augenblick passiert, wie in allen guten Geschichten, ein Verbrechen, und zwar ein perfektes – ganz einfach weil es anderswo passiert, in einer krisengeschüttelten Welt, die über verschiedene Medien in unseren Alltag sickert.
So.So.So., die interaktive Installation von Maurice Benayoun, ist ein Universum aus miteinander verknüpften Szenen, das mit einer Datenbrille als 360-Grad-Erlebnisraum erforscht werden kann. Die Szenen sind miteinander durch bestimmte Bilddetails verknüpft. Der Betrachter navigiert in dieser potenziellen Geschichte mittels seines individuellen Blickes und betritt durch genaueres Betrachten einzelner Details in den Bildern unsichtbare Brücken, die ihn zu weiteren Szenen führen.
Wie schon zuvor in einer seiner früheren Arbeiten, Art Impact, arbeitet Maurice Benayoun mit dem »Collective Retinal Memory«, dem kollektiven retinalen Gedächtnis, mittels dessen die Besucher seiner Arbeiten, sei es in der Ausstellung oder auch online, flüchtige Spuren ihrer Blicke hinterlassen können.