Jean-Louis Boissier ::
La Morale Sensitive, 2001

Interaktive Installation
80 x 70 x 60 cm
Centre pour l'image contemporaine, Genf

Die Installation, La Morale sensitive, entlehnt ihren Titel einer projektierten, jedoch nicht geschriebenen philosophischen Abhandlung Rosseaus, die sich mit der Wahrnehmung von Dingen durch den Prozess des Lernen und des Experiments auseinandersetzen sollte. Angesiedelt zwischen Film und Buch stellt La morale sensitive einen Prototyp des interaktiven Films dar und fungiert als eine Interpretation der RousseauÂ’schen Ideen auf dem Gebiet des Bewusstseins und des Lernens. Textzitate aus Rousseaus Werken sind assoziativ 48 interaktiven Videosequenzen zugeordnet, die an Originalplätzen von Rousseaus Leben mit der Intention gedreht wurden, mehr als einfache Illustrationen des Textes zu sein.

Mit einer einfachen gleitenden Bewegung der Hand über den Tisch kann man die Bilder verschieben, wobei jede Verschiebung die Auswahl eines bestimmten Wortes, eines neuen Textauszuges und der damit assoziierten Bildsequenzen hervorrufen kann.

Credits ::
Regie : Jean-Louis Boissier
Literaturrecherche : Liliane Terrier
Videoproduktion : Maren Köpp
Regieassistenz : Hajime Takeuchi
Programmierung : Jean-Louis Boissier and Jean-Noël Lafargue
Typographie : Jean-François Rey
Assistenten : Philippe Donadini, Thierry Guibert, Christine Voto
Interface-Entwicklung : Christian Laroche
Möbel-Design : Alain Cieutat, AHA
Produktion : Centre pour l’image contemporaine, Saint-Gervais, Geneva [Leitung : André Iten; Administration : Brigitte Chapuis]
Beteiligte Institutionen : Studio national des arts contemporains, Le Fresnoy und Laboratoire Esthétique de l’interactivité, Universität Paris 8
Besonderen Dank an : Éditions Gallimard, Alice Morgaine, Agnès B., Comme des Garçons, Dries Van Noten, Vivienne Westwood