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ZKM_Medientheater :: 01. - 16.02.2003
Eröffnung :: 31.01.2003, 19 Uhr
Animation: Kristan Horton
Produktion: Dean Baldwin
Die Videoinstallation Mist wird von drei Beamern auf
eine 10 Meter breite Leinwand nebeneinander projiziert. Die Gesamtprojektion
erweckt im Betrachter den Eindruck eines Panoramas. Eine Aufnahme
zeigt einen stationären Blick aus der Vogelperspektive auf
die Bruchlinie der Niagarafälle, die genau dort aufgenommen
wurde [aus einem Hubschrauber], wo die Wassermassen nach unten stürzen.
Eine andere Einstellung zeigt den Blick frontal auf die Niagarafälle,
im rechten Winkel zu den Fällen aufgenommen, ohne den oberen
und unteren Rand der Fälle, so dass ausschließlich eine
Wand von fallendem Wasser gezeigt wird.
Dieser zweite Blick ermöglicht den Kontext für
die Integration von sechs kurzen animierten Videosequenzen. Jede
dieser kleineren Videoclips beginnt mit einem Paar weiblicher Hände,
die dem Fluss des Wasser von oben aus folgen und, indem sie sich
nach unten bewegen, das Wasser liebevoll streicheln, und schließlich
dasselbe greifen als wäre es ein Rock. Die Hände ziehen
dieses »Wassergewand« nach oben und entblößen
ein paar weiblicher Beine, die sich in unterschiedlichen Posen bewegen.
Die sechs verschiedenen Vorstellungen halten die verschiedenen nicht-inszenierten
Arten fest, die von sechs Personen individuell gewählt und
gespielt wurden. Auf diese Weise unterscheiden sie sich in Kleidung
und Gesten in der Bandbreite von sachlich bis verführerisch.
Am Ende jedes dieser kurzen Entblößungen
lassen die Hände das nasse Kleid plötzlich fallen und
erlauben damit dem Wasser, wieder nach unten zu fließen, und
damit den vergleichenden Sinn von Wirklichkeit und Beständigkeit
der dokumentartigen Abbildung der Wasserfälle zu reinstallieren.
Dann erscheint der Blick aus der Vogelperspektive wieder von oben
auf die herabfallenden Wassermassen, als Zwischenspiel bis zur nächsten
dokumentarischen Aufnahme, die von den Performances der Frauen unterbrochen
werden.
- Max Dean -
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