Norman M. Klein, mit Rosemary Comella, Andreas Kratky und The Labyrinth Project ::
Bleeding Through: Layers of Los Angeles, 1920-1986, 2002

DVD Installation, Buch
Maße variabel

Screenshot
(c) Klein, Comella, Kratky

Koproduktion Norman M. Klein und ZKM | Institut für Bildmedien; The Labyrinth Project, Annenberg Center for Communications, The University of Southern California

    Ausgehend von den Thesen des Kulturhistorikers Norman Klein, entwirft diese interaktive Installation eine doku-fiktionalen Erzählung, die sich mit dem urbanen Raum Los Angeles als Collage aus realen und fiktiven Ereignissen auseinandersetzt. Protagonistin der sich über 66 Jahre erstreckenden Geschichte ist eine fiktive, aber auf einer realen Person basierenden Figur namens Molly, die anscheinend einen Mord zu verheimlichen sucht. Sie lebt in einem drei Quadratmeilen großen Areal nahe dem Zentrum Los Angeles, einer Gegend, in der mehr Kino-Morde als sonstwo auf der Welt begannen wurden. Dieser Ort ist aber jedoch auch Schauplatz unzähliger Geschichten, welche durch die Inszenierungen von Morden in solch unterschiedlichen Filmen wie DOA, Chinatown, T-Men und Training Day nicht mehr wahrgenommen werden, in Vergessenheit geraten und verfälscht worden sind. Dieser in ethnografischer Hinsicht vielschichtigste Ort der USA wird durch seine Darstellung in Hollywood Produktion, durch urbane Legendenbildung und Bauwut in seiner komplexen Alltagsrealität ausradiert. Diese Wirklichkeit ist der Hintergrund Mollys Geschichte.