Margie Medlin ::
Miss World, 2002

Dreiteilige Computergrafik- und Video-Installation
10:05 min., Loop, Ton
3 Projektionsflächen aus Beton, je 2,4 x 1, 8 m; Installationsraum ca. 7 x 3 m


Die Arbeit wurde im Rahmen eines Gastkünstleraufenthaltes am ZKM | Institut für Bildmedien, Karlsruhe, mit Unterstützung des New Media Arts Fund des Australian Council for the Arts realisiert. Initiiert wurde das Projekt von The Victorian Comissions [AUS] mit Unterstützung des Victorian Community Support Fund der Regierung von Victoria [AUS].

Margie Medlin [AUS] : Konzept und Realisation
Rebecca Hilton [AUS] : Choreographie und Tanz
Stevie Wishart [AUS/B] : Sound-Design und Komposition
Holger Deuter [DNA - Digital Nature Arts/ D] : Design und Umsetzung der virtuellen Figur
Benjamin Speth [USA] : Kamera
Gerald Thompson [Micronite Film Productions Port Melbourne/ AUS] : Motion Control Camera-Operator/ -Techniker in Deutschland
Scott Inglis [Micronite Film Productions APV - Asia-Pacific-Video lab, Kuala Lumpur, Malaysia/ AUS, Malaysia : Motion Control Camera-Operator in Malaysia
Holger Deuter, Martin Winkler [DNA Digital Nature Arts/ D] : Motion Capture mit Polhelmus StarTrak/ Softimage-Animation
Martin Fox [AUS] : Schnitt

    Vorrangige Intention der Arbeit ist es, eine neue Beziehung zwischen Film und Tanz herzustellen.
Die Choreographie untersucht das Spiel zwischen Kamera und Tanz und nutzt dabei die gesamte Kapazität des Tanzes und des Films, um dem Betrachter Qualität und Gefühl der Bewegungen zu vermitteln.
Im Duett zwischen realer und virtueller Tänzerin untersucht das Projekt die komplexe Beziehung zwischen Realität und Virtualität. Die Daten für die Kamera wurden anhand der Bewegungen der Tänzerin generiert und unter Verwendung eines Bewegungserfassungssystems in Echtzeit aufgenommen. Dann wurde eine virtuelle Kamera am virtuellen Tänzer angebracht. Die »Aufnahmen« der virtuellen 3D-Kamera wiederum bewegen die reale [Motion Control] Kamera und generieren so eine Verbindung zwischen dem Menschlichen und dem Virtuellen.