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Koproduktion Bill Seaman und ZKM | Institut für
Bildmedien
Waren die frühen Arbeiten Bill Seamans überwiegend
Videobänder oder Installationen, so ist Ex. Mech seine
bisher komplexeste Arbeit, und zwar in dem Sinne, als dass sie in
mehreren Versionen existiert. Grundlage der einzelnen Varianten
ist ein 28-minütiges Videoband, das aus 33 kurzen Sequenzen
und musikalischen Szenen besteht, die jeweils auf einem zehn Worte
umfassenden Satz basieren. Diese insgesamt 330 Wörter sind
das poetische Menü für die gesamte Arbeit. Die interaktive
Struktur von Ex. Mech ist so angelegt, dass der Benutzer
verschiedene Sätze kombinieren kann, die über das 330
Wörter umfassende Menü zusammengestellt wurden. Die Sätze
wiederum steuern die Abfolge von Video- und Audiosequenzen. Durch
die interaktive Qualität von Ex. Mech können sich
Künstler und Benutzer auf halbem Weg treffen. Der Benutzer
spielt mit den aus dem der Vorstellungswelt des Künstlers hervorgegangenen
Elementen und wird so dazu eingeladen, neue Kompositionen zu erstellen,
d.h. neue Sätze aus den bereitgestellten Bausteinen zu bilden.
Aber der Benutzer kann die Auswahl auch dem Zufall überlassen,
indem er einen Zufallsgenerator benutzt, der die Sätze zusammenstellt.
[...] Im Zentrum von Ex.Mech stehen dabei die Überlagerungen
dreier Ebenen: Sprache, Bild und Ton. Jedoch geht es keineswegs
nur um die Parallelität dieser drei Ebenen, die ja auch jeder
Film enthält. Vielmehr ist die Arbeit ein Versuch, die wechselseitige
Beeinflussung zu analysieren, die diese Ebenen auf unsere Wahrnehmung
und auf unsere Konstruktion von Assoziationen ausüben.
- Dieter Daniels -
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