Caspar Stracke ::
z2 [zuse strip], 2002

Installation
240m 35mm S/W Film, 8 bit Lochstanzer, Interface, Computer, Projektor
Maße variabel
Courtesy Caspar Stracke


35mm Locher für Lochstreifen zur Steuerung
von Z1, Z2 und Z3 [Nachbau von Konrad Zuse],
270 x 160 x 130mm, ca. 4 kg
Deutsches Technikmuseum Berlin

    Z2 [zuse strip] wurde nach dem zweiten Modell von Konrad Zuse benannt, der in der Serie der ersten digitalen Computer hergestellt wurde. Das Modell verwendete verworfene 35mm Filme aus den deutschen UFA Studios als Medium, um 8-Bit Binärcodedaten mit einem Lochkarten-System zu lesen und zu schreiben.
Die Arbeit bezieht sich auf die Frage, wie kulturelle Artefakte zu konservieren sind. Einige Medien aus der Vergangenheit wurden mit Systemen kodiert, welche sehr wahrscheinlich in naher Zukunft nicht mehr existieren werden. Hierdurch könnten archäologische Missinterpretationen zustande kommen. Im Falle des Zusefilmstreifens könnten das Filmbild und der Lochstreifencode in einem Zusammenhang gesehen werden. Die Löcher könnten einen Plan zur Darstellung des Bildes repräsentieren oder seine Musikpartitur.
Die Arbeit setzt diese Daten um, modelliert eine dreidimensionale Landschaft und einen Musikakkord aus jedem Bild des Filmstreifens.