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Koproduktion Peter Weibel und ZKM | Institut für
Bildmedien;
iCINEMA Centre for Interactive Cinema Research, University of New
South Wales
Graphikdesign: Skye Daley, Daniel Wright
The Panoptic Society or Immortially
in Love with Death gibt einen Ausblick in die Zukunft einer
aufkommenden Überwachungsgesellschaft. Gefängnisse werden
zu privat betriebenen Institutionen, die begonnen haben mit ihren
Insassen Geld zu verdienen. Der Zuschauer kann einen Einblick in
das Gefängnisleben eines Insassen bekommen, Brief- oder Emailverkehr
mit ihm unterhalten oder mit ihm telefonieren wenn er dafür
bezahlt. Je interessanter das Verbrechen umso interessanter natürlich
der Gefängnisinsasse, umso grösser das Publikum und schliesslich
auch der Profit. Daher stehen die Gefängnisse in der Zukunft
untereinander im Wettbewerb um den berüchtigtsten Insassen.
Die grausamsten Killer werden zu Anziehungspunkten der Überwachungsgesellschaft,
die ihnen damit ermöglicht, Geld und Ruhm zu erlangen. Sie
werden zu den geheimen Stars der Mediengesellschaft. Als Konsequenz
werden Personen, die auf normalem Wege im Leben keinen Ruhm erlangt
haben, Verbrechen begehen, um reich und berühmt zu werden.
Für den Erhalt der Mediengesellschaft werden diese Personen
so wichtig, dass sie nach ihrem Tod unbemerkt durch virtuelle Doppelgänger
und Avatare ersetzt werden.
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