Matthew McCaslin :
    Poetic Justice, 1995

Kabel, Stecker, Fernseher, Lautsprecher, Lampen, Ventilatoren, Uhren - die Arrangements der Installationen des Künstlers Matthew Mc Caslin erinnern auf den ersten Blick an die Werkstatt eines Bastlers und lassen erst auf den zweiten seine Absicht erkennen, den vorgegebenen Ort als temporäre Situation in seine künstlerische Arbeit als bewusste Anordnung zu integrieren.

Alltägliche Materialien bilden die Basis des künstlerischen Schaffens des 1957 geborenen US-Amerikaners, der seit Anfang der neunziger Jahre international hervorgetreten ist. Doch seine Installationen und Skulpturen unterliegen nur scheinbar einem provisorischen oder gar chaotischen Charakter - Mc Caslin führt vielmehr sichtbar vor Augen, was als kaum wahrgenommene Infrastruktur das technologische Skelett des in dieser Hinsicht perfekt organisierten täglichen Lebens bildet.

Mc Caslin erkundet mit seinen Arbeiten den Eroberungszug der Technik im 21. Jahrhundert und stellt dieser Funktionalität, Improvisation und Ästhetik gleichermaßen gegenüber.
Zusammen mit den der Natur entlehnten Motiven werden aus Matthew Mc Caslins Video- und Audioinstallationen fast lebendig wirkende, rhythmisch schlagende Aufbauten, die Augen und Ohren gleichermaßen ansprechen und sich als eindrucksvolle Metaphern sowohl für die globale Vernetzung innerhalb der Informationsgesellschaft zeigen, als auch für die Unverzichtbarkeit der Natur als eines der wichtigesten Elemente in unserem Leben.

Poetic Justice Poetic Justice

Videoinstallation, (Farbe, Ton)

launch broadband video
launch modem video
 


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