Diana Thater :
    The best space is the deep space, 1998

Diana Thater setzt sich in ihren Werken häufig mit dem Gegensatz zwischen Natur auf der einen, Kultur und Technologie auf der anderen Seite auseinander. Tiere wie Wölfe, Bienen, Delphine, Pferde oder Zebras sind dabei ein immmer wiederkehrendes Motiv. Ihre Installationen sind dabei meist ortsspezifisch und werden für jeden Ausstellungskontext neu konzipiert. So liegen auch die beiden Werkgruppen »The best animals are the flat animals« und »The best space is the deep space« in einer Video- und Filmversion vor und können im Ausstellungskontext als Rauminstallation mit Projektionen wie auch auf Monitoren gezeigt werden.
Für »The best animals are the flat animals, version #1« werden identische Bilder auf einander gegenüber liegende Bilder projiziert, ein weitere Projektionsfläche bildet eine parallel dazu im Raum stehende Leinwand. Zentrales Thema der Installation ist die Dressur von Pferden und Zebras und deren stark unterschiedliche Verhaltensweisen. Während die seit Jahrtausenden vom Menschen domestizierten Pferde sich willig dessen Befehlen anpassen, ist es kaum möglich, einem Zebra bestimmte Kunststücke beizubringen. Während die Aufnahmen der Zebras auf den Leinwänden erscheinen, wird »The best space is the deep space«, das die Pferdedressur zeigt, als Monitorarbeit auf dem Boden stehend präsentiert.
Die Vorgänge werden in einem Endlosloop gezeigt. Insbesondere das gemusterte Fell der Zebras gewinnt dabei in der Nahaufnahme auf der zweidimensionalen Projektionsfläche eine eigenständige ornamentale Ästhetik. Zugleich ist die illusionistische Wirkung des filmischen Mediums bewusst aufgelöst, indem die Funktionalität der Projektionen offen gelegt wird.

The best space is the deep space The best space is the deep space

Videoinstallation (Farbe, ohne Ton)

 


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