Saskia Olde Wolbers :
    Placebo, 2002

Saskia Olde Wolbers surrealistisch anmutende Videos vermitteln eine Akzeptanz der Vielheit des heutigen Lebens und Erlebens. Ihre Arbeiten basieren auf tragischen Begebenheiten, die man tagtäglich der Presse entnehmen kann, wobei sich die Künstlerin den vermeintlich unwichtigen Details dieser Geschichten widmet.

In der Arbeit »Placebo« aus dem Jahr 2002 greift sie auf die Geschichte eines Mannes zurück, der seiner Geliebten vorspielt, Arzt in einer Klinik zu sein. Als sich der Verdacht der Frau erhärtet, es mit einem Lügenkonstrukt zu tun zu haben, fährt er beide mit dem Auto gegen einen Baum.

Zwar bedient sich Olde Wolbers bei ihrer Suche nach der Identität zwischen Sein und Schein den Mitteln des Dokumentarfilms, die jedoch nicht verhindern, dass durch die trickfilmartigen Arrangements beim Betrachter das Gefühl einer irrealen Distanziertheit zurückbleiben.

Placebo Placebo

Videoinstallation (Farbe, Ton); 4'

 


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