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Tagung

::WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS::
Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen



Tagung des ZKM|Institut für Medien und Wirtschaft mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung, am 23. - 24. September 2005



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Flyer



::HINTERGRUND::



Verheißt die aktuelle medientechnologische Entwicklung den Idealen einer demokratischen Öffentlichkeit neue Chancen zu ihrer Entfaltung? Drei neue Kommunikationsformen - WEBLOGS, PODCASTING UND VIDEOJOURNALISMUS - revitalisieren Erwartungen, die bereits in den neunziger Jahren mit dem Internet und den viel zitierten "Datenautobahnen" verknüpft waren. Erwartungen, die eine scheinbare Öffnung verschiedener Kommunikationsfelder zugunsten einer breiten Bürgerbeteiligung betreffen, sind jedoch damals ebenso wie heute mit Vorsicht zu genießen. Aktuelle Kommunikationstechnologien und ihre Einsatzmöglichkeiten wandeln sich derart rasant, dass eine Analyse derselben ihnen nur im Austausch mit den eigentlichen Nutzern gerecht werden kann. Ziel der von der Fritz Thyssen Stiftung unterstützten Tagung ist es deshalb, nicht nur die Technik und Entwicklung neuer Kommunikationskanäle zu erläutern, sondern vor allem die Vorgehensweise, Motive und Ziele ihrer Betreiber vorzustellen. Im Anschluss daran ist es möglich, mit Hilfe von interdisziplinären Forschungsvertretern, die aktuelle Kommunikationsproduktion in ihrer Wechselwirkung mit demokratischen und ökonomischen Potentialen zu analysieren.

Die thematische Ausrichtung der Veranstaltung ist eng verbunden mit zwei aktuellen Ausstellungen am ZKM|Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe: Die Ausstellung Making Things Public - Atmosphären der Demokratie lenkt die Aufmerksamkeit auf neue Bedingungen des Demokratischen. Um darzustellen, wodurch heute Dinge öffentlich werden, beschäftigt sich die Ausstellung mit einem komplexen Set von Einflussfaktoren: Technologien, Schnittstellen, Plattformen und Netzwerke. Komplementär hierzu hinterfragt das vom Institut für Medien und Wirtschaft konzipierte Ausstellungsprojekt 51:49 - Alle Macht geht vom Volke aus das naiv anmutende Vertrauen in die unmittelbare plebiszitäre Entscheidungsfindung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Referenden zur EU-Verfassung hat das Thema der direktdemokratischen Partizipation neue öffentliche Brisanz gewonnen und bedarf einer differenzierten Auseinandersetzung. Doch steht bei 51:49 nicht nur die Annahme einer "allgemeinen Vernunft" bei Wahlprozessen auf dem Prüfstand sondern auch die übertriebenen Erwartungen, die mit dem Einsatz neuer Medientechnologien in jenen Verfahren verbunden sind.



Aufbauend auf diesen Arbeiten werden im Rahmen der Tagung WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS - Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen neue technologische Kommunikationsformen vorgestellt und analysiert, die abseits von messbaren Entscheidungsprozessen eine Veränderung der demokratischen Öffentlichkeit anstreben bzw. möglicherweise bereits begonnen haben, diese zu verändern.


Die medientechnologische Entwicklung führt zu einer sowohl quantitativen wie qualitativen Veränderung der Formen reziproker Kommunikation und damit zu einem höheren Grad an Interaktivität des medialen Austauschs. Die veränderte Kommunikationspraxis tritt schließlich in Wechselwirkung mit den Formen und Prozessen innerhalb der Gesellschaft. In der aktuellen Entwicklung werden sowohl diskursive wie auch strategische Kommunikationsmuster von neuen Medientechnologien beeinflusst. Infolgedessen sorgen sie für allerhand Verwirrung bei der Einschätzung der ihnen zugrunde liegenden Potentiale bzw. deren Auswirkung auf einen neuerlichen "Strukturwandel der Öffentlichkeit" (Habermas 1962/1990). Sowohl journalistische als auch ökonomische Kommunikationsfelder scheinen sich mit der Entwicklung neuer Medientechnologien für die Beteiligung der schreibenden, sprechenden und filmenden Bürger zu öffnen und können somit möglicherweise im Sinne von Habermas "schriftstellernden Privatleuten" den öffentlichen Diskurs beleben.


Plakat

Habermas folgend gefährden die Massenmedien die aufklärerischen Werte der Vernunft und Selbstbestimmung, da sie aufgrund ihrer einseitigen Senderfunktion und Partikularinteressen dem Einzelnen keine Möglichkeit bieten, sich an der Produktion der öffentlichen Kommunikation zu beteiligen. Somit entmündigen die Massenmedien ihr Publikum und verhindern das Entstehen einer diskursiven Öffentlichkeit. Eine solche kann hingegen nur mittels eines herrschaftsfreien Diskurses unter Absehung von Eigeninteressen und infolge der Überzeugung des stärkeren Arguments realisiert werden. Eine Veränderung des Status quo muss deshalb laut Habermas außerhalb der institutionalisierten Kommunikation angestoßen werden. Wenn nun von der Peripherie Missstände bzw. bislang unveröffentlichte Informationen und Zusammenhänge aufgedeckt werden, müssen diese privaten Kommunikateure die Aufmerksamkeit der etablierten Medien gewinnen. Erst dann wird ein öffentlicher Diskurs und somit ein Wandel der Öffentlichkeit selbst möglich.



Die Chancen, die eine Öffnung von rein sendenden Massenmedien hin zur interaktiven Beteiligung des Publikums bietet, spricht bereits Bertolt Brecht in seiner Rede über den Rundfunk (1932) an. Das Radio als reiner "Distributionsapparat" werde erst dann zu einem "großartigen Kommunikationsapparat", wenn der Hörer in die Rolle des Sprechers schlüpfen könne. Wäre dies möglich - und Brecht sähe seine Vision sicher nicht in kurzen, jovialen Höreranrufen verwirklicht - so wäre das Radio ein "ungeheures Kanalsystem" mit weitreichenden Folgen für die gesellschaftliche Entwicklung. Mit der zunehmenden Verbreitung des Internet keimte die Vision von einem solchen gewaltigen Kanalsystem in der Wortschöpfung der "Datenautobahnen" (Gore 1994) erneut auf.



Der von Brecht eingeforderte interaktive Rollentausch scheint sich im Internet zu vollziehen. Und schließlich ist auch die von Habermas angesprochene Aufmerksamkeit der Massenmedien für "Botschaften" von der Peripherie mit der zunehmenden Berichterstattung und den Verweisen auf die Blogosphäre gewonnen worden.



WEBLOGS, PODCASTING UND VIDEOJOURNALISMUS ermöglichen Jedermann die Produktion und Sendung von Information. Jedoch bleibt unklar, inwiefern die Teilhabe der Privatleute und ihrer Eigeninteressen an der medialen Öffentlichkeit eine qualitative Veränderung der Massenmedien herbeiführt. Zeichnet sich hier eine "heimliche Medienrevolution" (Möller 2004) ab? Wollen die schreibenden (Weblogs), sprechenden (Podcasting) und filmenden (Videojournalismus/-aktivismus) Privatleute überhaupt eine Revolution? Fragen dieser Art sollten insbesondere die Wechselwirkung jener neuen Kommunikationskanäle mit der Praxis der Unternehmenskommunikation berücksichtigen. Hier musste auf den zunehmenden Einfluss der "meinungsmachenden" Gegenöffentlichkeit reagiert werden, wobei kurzer Hand aus der Not eine Tugend wurde: Der wechselseitige, interaktive und barrierefreie Austausch entfaltet sein Potential zunehmend sowohl in der internen wie externen Unternehmenskommunikation.


Im Rahmen der Tagung wird eine Diskussion angestoßen werden, die das bislang vernachlässigte Spannungsfeld der politischen und ökonomischen Nutzung dieser Medien und ihre Folgen für den Wandel von Öffentlichkeit ins Zentrum ihrer Überlegungen stellt. WEBLOGS, PODCASTING UND VIDEOJOURNALISMUS führen zu verschiedenen Formen der Wechselwirkung zwischen Staat, Bürger, Massenmedien und Ökonomie. Möglicherweise bergen sie in sich das Potential für einen neuen, herrschaftsfreien Diskurs, der den Bereichen des etablierten Journalismus wie auch der internen und externen Wirtschaftskommunikation neue Impulse liefert. Ebenso denkbar ist jedoch auch, dass jene neuen Kommunikationstechnologien nur scheinbar herrschaftsfrei und diskursiv sind und eine problematische Entgrenzung der Kommunikationsformen herbeiführen. In diesem Fall verwischen die Grenzen zwischen Marketing und Journalismus bzw. offenem Diskurs, wobei dem Leser die notwendigen Orientierungshilfen zwischen interessenvermittelter Information, recherchierten Inhalten und privatem Kommentar bewusst vorenthalten werden.



Berücksichtigung finden schließlich auch jene Aspekte, welche die Hoffnungen der Netz- und Medienutopisten auf eine "elektronische Agora" (Emmer 2001) schmälern. Die Idee einer globalen Polisdemokratie, dem Ideal der Chancengleichheit bezüglich Teilhabe und Teilnahme an politischen Entscheidungen, wird durch die ungleich verteilte Nutzungsmöglichkeit jener Kommunikationstechnologien in ihre Schranken verwiesen und unter dem Stichwort "digital divide" diskutiert. Zu Bedenken bleibt zudem, dass das demokratische Athen vom politischen Beteiligungswillen aller Bürger lebte und darüber hinaus von der Überzeugung ausgegangen ist, dass jeder Teilnehmer der Volksversammlung politische Urteilskraft besäße. Will man jene Vorannahmen über Chancen und Potentiale auf die "elektronische Agora" übertragen, so ist man bereits mit den bisherigen Versuchen zur eDemokratie auf erhebliche Hindernisse gestoßen. Hinzu kommt, dass in der antiken Polis das Politische strikt von den Belangen des Sozialen und Wirtschaftlichen getrennt war, eine Trennung, die in modernen Gesellschaften nicht länger aufrechterhalten werden kann. Wie wirkt sich also die Beteiligung von Teilöffentlichkeiten am politischen, sozialen und wirtschaftlichen Diskurs und insbesondere das Verschmelzen jener Diskurse auf die momentane Öffentlichkeit aus?



Logo

::FÖRDERUNG::


Die Tagung "WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS - Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen" wird durch die Fritz Thyssen Stiftung gefördert.





::TAGUNGDOKUMENTATION::



Riedel

::Christiane Riedel::
Begrüßung
ZKM|Zentrum für Kunst und Medientechnologie
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THEORETISCHE EINFÜHRUNG

Mangold

::Michael Mangold::
Einführung: Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen
ZKM|Institut für Medien und Wirtschaft
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Die eigentliche Hürde, die es bei der Erschließung der Neuen Medien zugunsten einer Stärkung des demokratischen Gemeinwesens - aber auch für eine effiziente wirtschaftliche Nutzung - zu überwinden gilt, sind offenkundig die auf falschen Vorstellungen basierenden Erwartungen, die an sie herangetragen werden. Mehr...



Prof. Leggewie

::Prof. Dr. Claus Leggewie::
Demokratie 2.0 - Wie kollaboratives Netzwissen Bürgerbeteiligung stärken kann
ZMI | Zentrum für Medien und Interaktivität Gießen
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Der demokratische Traum des Internet scheint schon lange ausgeträumt zu sein, haben die Skeptiker Recht behalten? Ja, wenn man den Zugriff großer Medienkonzerne auf die digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien und ihre Zurichtung auf das Format klassischer Massenmedien betrachtet, aber nein, wenn man hinzunimmt, welche Netz-Experimente demokratische Bürgerbewegungen immer wieder starten - in autoritären Regimen genauso wie in entwickelten Demokratien.

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Sound

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Diskussion



THEMENFORUM WEBLOGS


Don Alphonso

::Don Alphonso alias Rainer Meyer::
Anything goes - Bloggen zwischen Beliebigkeit, Freiheit und der Dummheit der Neuen Medien Economy
Autor, Blogger, Journalist | http://rebellmarkt.blogger.de/

                                                          

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum Blogs zur Zeit in der öffentlichkeit stark präsent sind. Sie sind eine der wenigen Erfolgsgeschichten des Internets nach dem Crash der New Economy. Sie erlauben dem Journalismus, über sein Lieblingsthema - sich selbst - zu berichten. Sie passen sehr gut zu gesellschaftlichen "Trends" - ganz gleich ob wahr oder erfunden - wie Micromarketing, Peer-to-Peer-Netzwerken, Workgroups, Partnersuche im Internet - vermutlich gibt es nicht allzuviel, was nicht auf dieses neue, schnell wachsende Thema projeziert werden kann. Mehr...
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*Aufgrund eines technischen Zwischenfalls konnte nur ein Teil des Vortrages aufgezeichnet werden.



Haeusler

::Johnny Haeusler::
Unternehmen Weblogs - Weblogs im und als Unternehmen: Wohin wächst die Graswurzel?
Autor, Blogger und kreativer Leiter der Spreeblick Verlag KG | www.spreeblick.com

Als er 1990 seine ersten autodidaktischen Schritte im Internet unternimmt, kann Johnny Haeusler bereits mehrere Medienkarrieren vorweisen. Neben seiner Tätigkeit als Radio-Moderator beim Berliner Kultsender RADIO 4U (später Radio FRITZ) ist er Sänger und Kopf der Band PLAN B, die erfolgreich durch die Welt tourt und der alternativen Rockwelt einige kleinere Hits hinterlässt. Mehr...
Sound Vortrag anhören...


Sound

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Diskussion


Prof. Neuberger

::Prof. Dr. Christoph Neuberger::
Partizipation statt Redaktion? Neue Formate der Vermittlung öffentlicher Kommunikation im Internet
Universität Münster | Institut für Kommunikationswissenschaft
Sound Vortrag und Diskussion anhören...

"Weblog" als Format: Das Weblog ist ein internetspezifisches Publikationsformat, also ein sozial verfestigtes Muster für kommunikatives Handeln. Mit Hilfe solcher Formate wird die Produktion und Rezeption von Medienangeboten routiniert und intersubjektiv abgestimmt. Andere Internetformate sind z.B. das Portal, die Suchmaschine oder die Online-Auktion. Mehr...




THEMENFORUM PODCASTING


Podcaster

::Peter Löser und Daniel Peters::
Podcasting: Aus der Nische an die Öffentlichkeit
Podcaster | www.podspektiven.de | www.themencast.de
Sound Vortrag anhören...

Podcasting ist eine Wortschöpfung aus den Begriffen "iPod" und "Broadcasting". Zum technischen Hintergrund der Podcasts: Ein Podcaster produziert einen Audiobeitrag und stellt diesen als MP3 File ins Internet. Mittels des RSS feeds (Rich Site Summary) werden die Dateien via Podcatcher oder iTunes automatisch auf den Computer des Hörers übertragen - von dort aus gelangen sie schließlich auf den transportablen MP3-Player. Benötigt werden zum Podcasten folgende Produktionsutensilien: Mikrophone, Computer und Aufnahmesoftware (Wavepad oder Audacitiy). Mehr...



Wunschel

::Alexander Wunschel::
Podcasting: Bestandsaufnahme aktueller Ansätze von Business-Modellen
Business Podcaster | www.markendreiklang.de | www.pimpmybrain.de
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Im Frühjahr 2004 realisieren der Programmierer Dave Winer und der Ex-MTV-Moderator Adam Curry die Idee, multimediale Dateien abonnierbar zu machen und damit die Verbreitung von MP3-Dateien zu automatisieren. Am 13. August 2004 ging mit dem Credo "Where users and developers party together" der erste Podcast online, der inzwischen legendäre DailySourceCode von Adam Curry. Die Geburtsstunde des Podcasting und einer rasanten Entwicklung, getrieben durch die zunehmende Verbreitung von Breitband-Internetanschlüssen, der wachsenden Anzahl MP3-fähiger Endgeräte und den immer einfacher zu handhabenden MP3-Produktionsumgebungen für Jedermann. Mehr...



Prof. Pleil

::Prof. Dr. Thomas Pleil::
Podcasting: Offener Kanal reloaded oder neuer Vertriebskanal?
Fachhochschule Darmstadt | Professur für Public Relations
Sound Vortrag anhören...
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Das Phänomen Podcasting ist gerade ein Jahr alt und hat in dieser Zeit schon die unterschiedlichsten Ausprägungen angenommen: Es gibt kaum ein Thema, zu dem kein Podcast zu finden ist, und es gibt eine enorme Spannweite in der Qualität von Podcasts. Doch was ist in diesem Zusammenhang Qualität? Qualität sollte nicht mit Professionalität verwechselt werden. Natürlich gibt es hochprofessionell und entsprechend den Routinen des journalistischen Handwerks produzierte Podcasts. Doch andere klingen wie aus der Badewanne und entsprechen ganz und gar nicht den radio-geprägten Hörgewohnheiten. Eben hier entsteht eine Annäherung an die Qualität des Podcastings. Mehr...




THEMENFORUM VIDEOJOURNALISMUS



kanalB

::Bärbel Schönafinger und Tanja v. Dahlern::
Warum herkömmliches Fernsehen ersetzt werden muss
Videoaktivistinnen kanalB | http://kanalb.org
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kanalB ist ein aktivistisches Medienprojekt. Seit fünf Jahren produzieren wir politische Dokumentarfilme. Thematischer Schwerpunkt sind die Begleitung von sozialen Bewegungen, politische Analyse und Kritik und die Vorstellung von alternativen Lebens- und Gesellschaftsentwürfen. Mehr...

Friedel

::Johannes Friedel::
Das Konzept des Videojournalismus - am Beispiel der Ausbildung von Videojournalisten bei rheinmaintv
Geschäftsführer rheinmaintv | www.rmtv.de

Das Berufsbild "Videojournalist" (VJ) vereint Kameramann, Cutter und Reporter in Personalunion. Für die Praxis bedeutet dies, dass ein VJ seine Beiträge selbst dreht, schneidet und vertont - Aufgaben, die sonst ein konventionelles Fernsehteam mit Kameramann, Kameraassistent, Redakteur und Cutter übernimmt. Mehr...



Prof. Kissel

::Prof. Wolfgang Kissel::
Participatory Digital Producing
Bauhaus-Universität Weimar | Professur für Medienereignisse

Die Möglichkeiten des Filmvertriebs im Netz, die Bereitstellung von tagebuchartigen Videobriefen (Vlogs) und auf dem Handy verfassten Blogs (Moblogs) verändern die Mediennutzung dramatisch. Statt zielgruppenorientierter Spartenkanäle können sich die Zuschauer künftig ihr personalisiertes, netzbasiertes "I-TV" zusammenstellen, die Inhalte kommen via Tauschbörsentechnik auf den Schirm. Aufgrund der zu erwartenden Fragmentierung bzw. Atomisierung der Zuschauerschaft wird die Programm- und Sendeplanung der traditionellen Sender durch ein Klassifizierungs- und Katalogisierungssystem ergänzt werden müssen, das die Programmstruktur ersetzt. Mehr...

PodiumsdiskussionSound

Podiumsdiskussion anhören...



::ONLINE-DISKUSSIONEN UM DIE TAGUNG::



Die auf der Tagung ausgelöste Diskussion geht weiter - und zwar online.
Zum Beispiel hier:
BAMBLOG www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/285#more-285
FLICKR www.flickr.com/photos/tags/zkm/
GLÜCK AUF www.andreas.de/wordpress/archives/2005/09/24/
MEDIA-OCEAN www.media-ocean.de/2005/09/25/
node3000 http://www.noderecords.de/node3000/020200/
REBELLMARKT rebellmarkt.blogger.de/stories/331281/#comments
SPREEBLICK www.spreeblick.com/2005/09/23/riot-inna-zkm/





::REFERENTEN::



Mangold

::Michael Mangold::
Geboren 1962, studierte in Heidelberg und Mannheim Soziologie und Politologie. Anschließend war er bis 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Tübingen (IAW) tätig. Sein Arbeitsbereich umfasste u.a. die Beratung der Europäischen Kommission und des Wirtschafts- und Sozialministeriums Baden-Württemberg. Michael Mangold ist Gründer und Leiter des ZKM|Institut für Medien und Wirtschaft und Initiator der Bundesinitiative Integration und Fernsehen.



Prof. Leggewie

::Prof. Dr. Claus Leggewie::
Geboren 1950, Gründungs-Direktor des ZMI - Zentrum für Medien und Interaktivität Gießen, seit 1989 Professor für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Gastprofessuren an der Universität Paris-Nanterre und am Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Wien, 1995 bis 1997 Max Weber Chair an der New York University; zahlreiche Veröffentlichungen zur Politischen Kommunikation in 'neuen Medien'.

Don Alphonso

::Don Alphonso alias Rainer Meyer::
Geboren 1967, seit 1998 eher zufällig Journalist, Deutschland-Korrespondent und Büroleiter des Aufbau NY, seit 1999 auch Radiomacher für die IKG München und Oberbayern, damit zweimal Gewinn des alternativen Medienpreises. Seit 2001 Mitarbeit bei Dotcomtod.com, dem führenden Anbieter für exitorientierte Unternehmensmeldungen der 2002 den alternativen Medienpreis erhält. Auf Basis dieser Erfahrungen entsteht der 2003 veröffentlichte Roman Liquide, der das Leben, Arbeiten und Sterben von Liquidatoren (Berater, die im Auftrag von Investoren die Kontrolle von Firmen übernehmen, das Management abservieren und den Laden ausnehmen) in der Munich Area beschreibt. Seit 2003 Autor des Blogs Rebellen ohne Markt (http://rebellmarkt.blogger.de), das sich mit den Folgen des Niedergangs der digitalen Wirtschaft und ihrer verlorenen Generation auseinandersetzt. 2004 Herausgeber des Buches Blogs!, das Blogger vor allem in ihrer kulturellen Bedeutung würdigt und die Unterschiede zum Journalismus herausarbeitet.

Haeusler

::Johnny Haeusler::
Geboren 1964 in Berlin, bis 1994 Kopf der Band PLAN B, bis 1998 Radiomoderator für RADIO 4U (später Radio FRITZ), Produzent von Band- und Label-Websites wie Stud!o K7, Bungalow, Fettes Brot und Eins Zwo. Er entwickelt das Konzept "X", einem Musik-Download-Service im Internet, sehr ähnlich dem, was Apple viel später mit dem iTunesMusicStore in die Praxis umsetzt. Das Konzept wird 1998 mit dem ersten Platz des Gründerwettbewerbs Multimedia ausgezeichnet. Einige Online- und Design-Awards für mtv.de, Arbeiten für DaimlerChrysler, Electronic Arts, Mercedes-Benz, YAM! oder avigo.de. 1994 Gründung von DEFCOM, 2003 DEFCOM Insolvenz. Als Ehrenmitglied des Chaos Computer Club verantwortlich für das "Chaosradio" im ORB. Seit 2002 ist er kreativer Leiter der Spreeblick Verlag KG (www.spreeblick.com), die die Weblogs antifreeze, d-frag, lautgeben.de, Spreeblick, Trashkurs und zoomo umfasst.

Prof. Neuberger

::Prof. Dr. Christoph Neuberger::
Geboren 1964 in Stuttgart, lehrt seit 2002 an der Universität Münster. 1985 bis 1990 Studium der Journalistik, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Eichstätt und Tübingen; 1995 Promotion (Journalismus als Problembearbeitung), 2001 Habilitation (Journalismus im Internet); ab 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Diplomstudiengang Journalistik der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt; 2001/02 Vertretung einer Professur für Journalistik an der Universität Leipzig; journalistische Tätigkeit für Presse, Rundfunk und Internet.


Loeser

::Peter Löser::
Geboren 1968 in Siegen. Junior Texter, Texter bei Saatchi & Saatchi, Frankfurt Ariel, Pampers, Valensina, Ovomaltine, British Airways, u.a. 1994 bis 1997: Texter bei DDB, Frankfurt SAP, Digital Equipment, Irisches Fremdenverkehrsbüro, HASBRO (MB, Action Man, Sindy, u.a.), Weltmarken (Metaxa u.a.), Interlink Logistic Software, u.a. 1998 bis 1999 Senior Texter bei Y & R, Frankfurt, Nintendo, Ericcson, Schweppes, Milka, Danone. Seit 2000 Text-Löser: Verschiedene Projekte als freiberuflicher Texter u.a. für Aqua Römer, BIC, Credit Suisse, Daimler-Chrysler, Deutsche Bahn, Deutsche Post, Dometic, E.ON, Ericsson, FAZ, Finanzbank, Heidelberger Druckmaschinen AG, Kenwood, Siemag, Siemens, Start Amadeus, Wayss & Freytag. Seit 2005 betreibt er den Podcast www.podspektiven.de.

Peters

::Daniel Peters::
Geboren 1982, Berufsausbildung in der Kommunikationsagentur graphotada AG in Aachen (Ausbildung Mediengestalter für Digital- und Printmedien, Design/Nonprint). Seit 03/2004 Studium der Medienwirtschaft an der Rheinischen Fachhochschule Köln, nebenbei freiberuflicher Mediengestalter. Projektleitung von www.themencast.de.

Wunschel

::Alexander Wunschel::
Diplom-Kaufmann, Studium der Wirtschaftswissenschaften, Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik, Marketing und Kommunikationswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 1996 Aufbau eines der ersten Internet-Provider in Erlangen. 1999 Gründung der e-Business-Agentur WWL Internet GmbH in München. 2001 bis 2003 BBDO Interone GmbH, München. Seit 2004 freiberuflicher Marketing- und Kommunikationsberater mit dem Schwerpunkt neue Medien. Podcaster u.a. auf www.markendreiklang.de und www.pimpmybrain.de.

Prof. Pleil

::Prof. Dr. Thomas Pleil::
Studium der Diplom-Journalistik in Eichstätt. Promotion zu PR-Forschung in Salzburg. Mitarbeit bei verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen und bei PR-Agenturen. Mitgründer einer PR-Beratung. Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Lehrbeauftragter für Public Relations an Hochschulen und in der Weiterbildung. Schwerpunkte in Lehre und Forschung: Nonprofit-PR, Online-PR, PR für neue Technologien.

Schoenafinger

::Bärbel Schönafinger::
Geboren 1971 Frankenthal (BRD), aufgewachsen in Südtirol, Studium der Philosophie in Innsbruck und Graz mit Schwerpunkt Sprachphilosophie und Wiener Kreis. Nach dem Studium Arbeit als Regieassistentin und Kameraassistentin für das österreichische Fernsehen. 1997 Umzug nach Berlin, dort Arbeit als Ton-Cutterin für Fernsehserien. 2000 Gründung des Internetsenders http://kanalB.org (zusammen mit Volker Moritz) und regelmäßige Produktion von engagierten Dokumentarfilmen. Aufbau eines unabhängigen Vertriebsnetzes für politische Videos. Video-Internetübertragungen von Protestveranstaltungen der globalisierungskritischen Bewegung (IWF und Weltbank Treffen in Prag im September 2000, G8-Gipfel in Genua 2001, EU-Gipfel in Brüssel 2001, aus Argentinien im März 2002) und von antirassistischen "Grenzcamps" in Deutschland. 2002 bis 2005 Arbeit als Ausbilderin für sozial benachteiligte Jugendliche. 2003 Dokumentarfilm über ermordetete Coca-Cola Arbeiter in Kolumbien, 2004 (zusammen mit Tobias Hering), Deutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen (preisgekrönt beim Kasseler Videofest), 2005 Film über die Arbeitsmarktreform in der BRD Des Wahnsinns letzter Schrei (zusammen mit Tanja v. Dahlern).

Dahlern

::Tanja v. Dahlern::
Geboren 1978 in Ibbenbüren, Westfalen. Studium der Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft in Tübingen, Münster, Barcelona, Buenos Aires und Berlin. Seit 2002 Mitarbeit bei kanalB. Filme: 2002: Argentinien, März 2002, Dokumentation (mit Bärbel Schönafinger); 2004: Und K. erbleichte, Kurzfilm (mit Bärbel Schönafinger); 2005: Des Wahnsinns letzter Schrei, Dokumentation (mit Bärbel Schönafinger).

Friedel

::Johannes Friedel::
Geboren 1962, als Geschäftsfährer von rheinmaintv für Programm, Produktion, Technik und Verwaltung verantwortlich. Zuvor leitete Friedel Produktion und Technik bei dem Regionalsender, den er während der Aufbauphase bereits als selbstndiger Medienberater unterstützt hatte. Friedel kommt von RTL. Dort war der gebürtige Kölner vor seinem Wechsel zehn Jahre lang als Ressortleiter Broadcasting Operations tätig. In dieser Funktion baute er das Hauptstadtstudio des Senders mit auf. Darüber hinaus war er Berater für Geschäftsführung und technische Direktion und unterstützte diese bei Entscheidungen und Prozessen.

Prof. Kissel

::Prof. Wolfgang Kissel::
Geboren 1963, Professur für Medienereignisse an der Bauhaus-Universität Weimar. Studium der Kommunikationswissenschaften an der Uni München. Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und Regiestudium als DAAD-Stipendiat an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. 1991 Gründung der Wesnigk/Kissel Filmproduktion. 1993 bis 1997 tätig an der Bauhaus-Universität Weimar, zuletzt als Hochschuldozent für den Bereich Medienereignisse. 1997 Professor für Video/digitales Bewegtbild an der Hochschule Harz (FH) Wernigerode. Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des Thüringer Filmbüros. Mitglied der Jury Hochschulprojekte der Video-Film-Tage Thüringen & Rheinland-Pfalz. Tätigkeiten als Moderator, Autor und Regisseur, u.a. DEFA Dok 1991, Kinder, Kader, Kommandeure. Diverse Film- und Fernsehprojekte, Medienereignisse, u.a. Produktion des ersten studentischen Ereignisfernsehens in Sachsen-Anhalt. 1998 MIR - das Fernsehprojekt.



::TAGUNGSUNTERLAGEN ZUM DOWNLOADEN::


Abstracts (pdf)
Tagungsprogramm (pdf)
Konzeption und weiterführende Informationen zur Tagung (pdf)




::KONTAKT::


Vanessa Diemand
E-Mail: diemand@zkm.de | Tel.: 0721.8100.1032 | Fax: 0721.8100.1039




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Letzte Änderung am: 14. August 2010