Nothing to Declare?
Weltkarten der Kunst nach '89
01.02.2013 – 24.03.2013

Die geopolitische Wende 1989 eröffnete das Zeitalter der weltweiten Biennalen, deren Geografie die Westkunst, mit ihrem alten Gegensatz zwischen Zentrum und Peripherie, verabschiedete. Mit dem Ausstellungsprojekt »Nothing to Declare?« werden diese globalen Entwicklungen dokumentiert.
 
Im Zentrum der Ausstellung steht ein Panorama-Raum als Medieninstallation, der mithilfe umfangreicher Daten den Zeitablauf und die geografische Ausbreitung der globalen Kunstpraxis anschaulich macht. Dabei wird eine Entwicklung erkennbar, die nicht mehr nur als reine Kunstgeschichte zu lesen ist, sondern vielfache Formen der Nacherzählung fordert, geopolitische, soziale, wirtschaftliche oder kulturelle. Mit diesen strukturellen Veränderungen korrespondiert auch die Bildung einer neuen kritischen Praxis in den Künsten.
 
Dem Thema hat sich das Forschungsprojekt »Global Art and the Museum (GAM)« seit 2006 am ZKM gewidmet. In der Ausstellung »The Global Contemporary« im ZKM wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen. In Kooperation mit der Akademie wird dieses Projekt nun fortgeführt. Es stellt Berlin als Kunstzentrum in den Zusammenhang einer Entwicklung, die mit 1989 beginnt. Ein Symposium des Goethe-Instituts mit dem Titel »Kosmopolitismus neu denken« am 2. und 3. Februar 2013 wird zudem das Ausstellungsthema in einem postkolonialen Zusammenhang diskutieren.

Webseite
http://www.adk.de/de/aktuell/veranstaltungen/index.htm?we_objectID=31727
Impressum
Organisation / Institution
ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Kooperationspartner

Akademie der Künste Berlin

Sponsoren

Hauptstadt Kultur Fonds (HKF) Berlin