Helmut Herbst

Beuys Brock Vostell – Filmvorführung & Gespräch (1/3)

Portraits von Joseph Beuys, Bazon Brock und Wolf Vostell

Fr, 17.10.2014, 18:30 Uhr, Vortragssaal

Filmpräsentation von Helmut Herbst und Podiumsgespräch mit Friedrich Heubach

Im Fokus der Ausstellung »Beuys Brock Vostell« stehen künstlerische Aktionen der 1960er- und 70er-Jahre. Der von Helmut Herbst realisierte Film »Happening, Kunst, Protest 1968« (1981) kombiniert Aufnahmen bedeutender Happenings dieser Zeit mit Aussagen der beteiligten Künstler und bietet somit eine künstlerische Perspektive auf die performativen Arbeiten und ihren zeitgeschichtlichen Kontext. Als zentrales Beispiel dient das sogenannte »24 Stunden«-Happening (1965), an dem sowohl Joseph Beuys als auch Bazon Brock und Wolf Vostell mitgewirkt haben.

Im Anschluss an die Filmvorführung wird der Kunsttheoretiker und Psychologe Dr. Friedrich Wolfram Heubach zum Gespräch zur Verfügung stehen. Heubach ist Autor des Drehbuchs von »Happening, Kunst, Protest 1968« und hat zahlreiche Happenings als aktiver Teilnehmer und Zuschauer miterlebt. Als Gründer und Herausgeber der avantgardistischen Zeitschrift »Interfunktionen« (1968–1975) war er mit Beuys, Brock und Vostell persönlich bekannt.

Abschließend erfolgt eine Vorführung von »Deutschland dada« (1968/69), dem ersten Film von Helmut Herbsts Trilogie zur »Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts«, zu der neben »John Heartfield, Fotomonteur« (1977) auch »Happening, Kunst, Protest 1968« gehört.

Moderation: Ulrich Wegenast

Die Ausstellung »Beuys Brock Vostell« demonstriert die herausragende Bedeutung der gemeinsamen Aktionen der drei Künstler für die Performance- und Partizipationskunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Neben formalen Parallelen wie der Einbeziehung des Publikums werden auch zahlreiche inhaltliche Gemeinsamkeiten der Werke von Joseph Beuys, Bazon Brock und Wolf Vostell deutlich. Bei den Filmscreenings werden die Aktionen aus der filmischen und performativen Perspektive beleuchtet und in Gesprächen mit Zeitzeugen, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen diskutiert.

Begleitprogramm