Ulrike Ottinger & Rudij Bergmann

Beuys Brock Vostell – Filmvorführung & Gespräch (2/3)

Drei Männer stehen um ein Auto

Sa, 18.10.2014, 18:30 Uhr, Vortragssaal

Filmpräsentation und Gespräch mit Rudij Bergmann und Ulrike Ottinger

Im Zentrum des zweiten Filmabends zur Ausstellung »Beuys Brock Vostell« steht Wolf Vostell. Die beiden renommierten Filmemacher Ulrike Ottinger und Rudij Bergmann haben unabhängig voneinander das Werk von Wolf Vostell filmisch in den Blick genommen.

Ulrike Ottinger dokumentierte die Happenings »Schnee« (1972) und »Berlinfieber« (1973) mit der Kamera. Die Künstlerin hatte Wolf Vostell bereits 1971 in der von ihr gegründeten Galerie und Edition »galeriepress« in Konstanz ausgestellt und war mit ihm eng befreundet.

Rudij Bergmann widmete Wolf Vostell in seinen Sendereihen für das Fernsehen eigene Beiträge. In der vierteiligen Dokumentation »Nackt ist die Kunst« (ARTE, 2006) präsentierte er die Installation »Heuschrecken« (1970) als frühes Zeugnis der Medienkunst, in der achten Ausgabe von »BergmannsArt« (SDR, 1997) lenkte er die Aufmerksamkeit auf Vostells künstlerische Auseinandersetzung mit der Shoa. Mit »Leben ist Kunst. Kunst ist Leben« (NDR, 1988) realisierte Bergmann ein filmisches Porträt des Künstlers.

Im Gespräch mit Peter Weibel werden Ulrike Ottinger und Rudij Bergmann ihre Filme erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen.

Moderation: Peter Weibel

Die Ausstellung »Beuys Brock Vostell« demonstriert die herausragende Bedeutung der gemeinsamen Aktionen der drei Künstler für die Performance- und Partizipationskunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Neben formalen Parallelen wie der Einbeziehung des Publikums werden auch zahlreiche inhaltliche Gemeinsamkeiten der Werke von Joseph Beuys, Bazon Brock und Wolf Vostell deutlich. Bei den Filmscreenings werden die Aktionen aus der filmischen und performativen Perspektive beleuchtet und in Gesprächen mit Zeitzeugen, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen diskutiert.

Begleitprogramm