OPEN CALL für Künstler:innen: Intelligent Museum Residency

Zwei Personen sitzen in Liegestühlen vor zwei großen Bildschirmen. Auf dem rechten Bildschirm steht "Making generative fictions out of deep learning"

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe und das Deutsche Museum rufen internationale Künstler:innen dazu auf, innovative Projektvorschläge an der Schnittstelle von Kunst und Künstlicher Intelligenz (KI) einzureichen und sich damit auf eine zweiteilige Artist Residency an beiden Häusern als Teil des Projekts »Das intelligente Museum« zu bewerben.

Im Rahmen von »Das intelligente Museum« soll mittels verschiedenartiger Ansätze KI-gestützter digitaler Kunst das gesellschaftsrelevante Thema der KI aus unterschiedlichen Perspektiven kritisch beleuchtet und untersucht werden.

Zum Projekt: Das intelligente Museum

Der offene Aufruf adressiert Künstler:innen, die unabhängig von Disziplinen und Genres in ihrer künstlerischen Praxis maschinelles Lernen, insbesondere Deep Learning, auf eine innovative Weise anwenden. Besondere Berücksichtigung finden Einreichungen, welche neue Interaktionsmöglichkeiten zwischen Kunstwerk und den Rezipierenden durch den Einsatz von Deep Learning experimentell erproben. Auch Künstler:innen, die sich nicht als ausgewiesene Expert:innen im KI-Bereich verstehen, sind ausdrücklich zur Einreichung von Projektvorschlägen aufgerufen. Als Ergebnis der Residency soll ein KI-gestützes Kunstwerk entstehen, das im Verlauf der Residency produziert wird.

Artist Residency am ZKM und dem Deutschen Museum

Als Teil der kollaborativ veranstalteten Residency sind Aufenthalte an beiden Institutionen – Deutsches Museum in München bzw. Nürnberg und ZKM | Karlsruhe – vorgesehen. Die Residency findet in einem Zeitraum von Juni bis Oktober 2021 statt und wird im Dialog zwischen den Künstler:innen und den Partnerinstitutionen terminiert. Jeder Standort bietet den Stipendiat:innen Zugang zu ortsspezifischen Ressourcen und Möglichkeiten.

Während des Gastaufenthalts am Deutschen Museum in München steht das Kerschensteiner Kolleg als Unterkunft zur Verfügung. In dieser inspirierenden Umgebung in unmittelbarer Nähe zur Ausstellung, sollen neue Ideen entstehen und weiterentwickelt werden. Workshops, Vorträge und andere Präsenzveranstaltungen am Deutschen Museum in München und der Zweigstelle Nürnberg ermöglichen einen offenen Austausch, von dem Künstler:innen, Kurator:innen und Besucher:innen profitieren.

Der Gastaufenthalt am ZKM | Karlsruhe findet am Hertz-Labor statt. Das Hertz-Labor bietet Künstler:innen aller Genres – von der bildenden Kunst bis zur Musik – die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen und Entwickler:innen eine Vielfalt von Technologien auszuprobieren. Die Schwerpunkte des Hertz-Labors liegen in der künstlerischen Produktion und der medientechnischen Forschung.

Vor Ort stehen nach Vereinbarung zur Verfügung: Werkstätten (Holz, Metall, Elektro), ein Dark-Projection-Room, Aufbauflächen für Installationsprototypen, ein Greenscreen-Studio, ein Tonstudio mit Mehrkanal-Audioprojektion und ein Volumetric-Capturing-System.

Die Stipendiat:innen erhalten über den gesamten Projektzeitraum hinweg Zugang zu einem speziellen KI-Server am Hertz-Labor, der gebaut wurde, um sowohl die Inferenz für Edge-Computing-Geräte auszulagern als auch das Training von mittelgroßen bis großen Deep-Learning-Modellen zu beschleunigen. Die Maschine verfügt über eine EPYC 7502P Server-CPU und zwei A100 PCIe GPU-Karten.

Finanzielle Rahmenbedingungen

Die Stipendiat:innen erhalten ein Stipendium. Das Stipendium beträgt 1.500€ monatlich und ist auf maximal 3 Monate beschränkt. Die Präsenzzeiten und der zeitliche Umfang der Residency werden vor Antritt der Gastaufenthalte zwischen den Partnerinstitutionen und den Stipendiat:innen vereinbart. Für die Umsetzung des künstlerischen Projekts können nach Absprache bis maximal 2.000€ für notwendige Sachkosten aufgewendet werden. Die hierbei angeschafften Gegenstände bleiben in der Regel im Besitz der Stipendiengeber:innen.

Für die Reisen zu den Residenzorten können den Stipendiat:innen ihre entstehenden Reisekosten, unter Berücksichtigung der gültigen Reisekostengesetze, bis zu einer Gesamthöhe von maximal 1.000€ erstattet werden. Die Unterbringung wird von den Stipendiengeber:innen organisiert. Wünsche der Stipendiat:innen können hierbei berücksichtigt werden.

Teilnahmebedingungen

Für die Einreichung ist Folgendes erforderlich:

  • Kurze Zusammenfassung der Projektidee (max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • Projektbeschreibung mit Angabe des entsprechenden Einreichungsclusters sowie der erforderlichen technischen Infrastruktur und möglichen Verweilzeiten (max. 5000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • Kurzbiographie (max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen) sowie Kontaktdaten

Bewerbungen können bis einschließlich 07.03.2021 per E-Mail an mail@intelligent.museum mit dem E-Mail-Betreff »Intelligent Museum Residency Proposal, Nachname« in einer PDF-Datei von bis zu 5 MB gesendet werden. Bitte laden Sie eventuell begleitendes Audio-, Bild- und Videomaterial online auf einen File-Hosting-Service Ihrer Wahl hoch und fügen Sie den nicht auslaufenden Download-Link in Ihre Bewerbungs-E-Mail ein. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an mail@intelligent.museum.

Open-Source-Veröffentlichung von Programmcodes

Gemäß dem Motto »Public Money, Public Code« sollen alle im Rahmen des Projektes entwickelten Programmcodes quelloffen in einem Code Repository hinterlegt und somit den einschlägigen Entwickler:innen-Communities sowie der allgemeinen Öffentlichkeit zur Einsicht oder zur eigenen Weiterentwicklung zur Verfügung gestellt werden. Die quelloffene Veröffentlichung der verwendeten Datensets ist keine Vorgabe. Sofern diese Datensets nicht öffentlich zugänglich sind, muss die Funktionalität der verwendeten Deep-Learning-Methode anhand von beispielhaften Daten nachvollziehbar sein.

 

Das Artist-in-Residence-Programm »Intelligent Museum Residency« ist Teil des Projekts »Das intelligente Museum« und findet in Kooperation zwischen ZKM | Karlsruhe und dem Deutschen Museum statt. Es wird gefördert im Programm »Kultur Digital« der Kulturstiftung des Bundes.

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