A. R. Penck

Geburtsjahr, Ort
1939, Dresden, Deutschland
Todesjahr, Ort
2017, Zürich, Schweiz
Rolle am ZKM
Künstler/in der Sammlung
Biografie

A.R. Penck wurde 1939 als Ralf Winkler in Dresden geboren. 1980 verließ er die DDR und nahm 1989 eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf an. Er lebt in Dublin, London, Düsseldorf und Köln.

Weil sich Penck Anfang der sechziger Jahre gegen das Dogma des sozialistischen Realismus in der DDR stellt, bleibt ihm die Ausbildung an einer Akademie verwehrt. Autodidaktisch erarbeitet er sich eine individuelle Bildsprache, die er in seinen »System«- und »Weltbildern« der frühen sechziger Jahre ausbreitet. Hauptprotagonisten seiner Bilder werden zeichenhaft evozierte menschliche Figuren: die »Standart«-Figuren. So formuliert Penck ein klares Bildkonzept, das weitgehend auf malerische Effekte verzichtet und keine illusionär erzeugte Bildwirklichkeit anstrebt. Innerhalb dieses Programms einer Reduktion von Formen auf Zeichen geht es Penck um bildhafte Darstellungen von komplexen gesellschaftlichen Beziehungsstrukturen, die er in der »Ninotschka«-Serie, den »Mike-Hammer«- und »TM«-Bildern neu formuliert. Seit 1964
entstehen parallel zu seinem umfangreichen graphischen und malerischen Werk Keramiken und Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien wie Filz, Holz oder Bronze.
 
Einzelausstellungen (Auswahl)
 
1969 Galerie Michael Werner, Köln
1975 Kunsthalle Bern
1981 Josef-Haubrich-Kunsthalle, Köln
1988 Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Neue Nationalgalerie, Berlin, anschließend Kunsthaus Zürich
1992 »A.R. Penck in Dresden. Analyse einer Situation«, Albertinum und Staatliche Kunstsammlungen, Gemäldegalerie Neue Meister, Dresden
1994 »A.R. Penck. Keramik 1990-93«, Institut Mathildenhöhe, Darmstadt
1995 »A.R. Penck, beelden/sculptures«, Stedelijk Museum, Amsterdam
1996 »A.R. Penck. Nudes and Bronzes«, Michael Werner Gallery, New York
1997 »A.R. Penck: Kraftfeld - Auseinandersetzung«, Galerie Lelong, Zürich
 
Gruppenausstellungen (Auswahl)
 
1972 documenta V, Kassel
1976 Biennale di Venezia, Venedig
1977 documenta VI, Kassel; »Penck mal Immendorff - Immendorff mal Penck«, Galerie Michael Werner, Köln
1981 »Westkunst«, Museen der Stadt Köln
1982 documenta VII, Kassel; »Zeitgeist«, Martin-Gropius-Bau, Berlin
1984 Biennale di Venezia, Venedig
1985 »German Art in the 20th Century, Painting and Sculpture 1905-1985«, Royal Academy of Arts, London, anschließend Staatsgalerie Stuttgart
1989 »Bilderstreit«, Museum Ludwig, Rheinhallen, Köln
1992 documenta IX, Kassel
1995 »Westchor Ostportal. Zwölf Positionen zeitgenössischer Kunst in Deutschland«, Galerie im Marstall, Berlin, anschließend Kunsthalle Dresden, Rheinisches Landesmuseum Bonn
1996 »Höhepunkte zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung Garnatz«, Städtische Galerie im Prinz-Max-Palais, Karlsruhe
1997 »Magie der Zahl«, Staatsgalerie Stuttgart; »Deutschlandbilder«, Martin-Gropius-Bau, Berlin

[David Richardt, 1997]