Dieter Kiessling

Dieter Kiessling
Geburtsjahr, Ort
1957, Münster, Deutschland
Rolle am ZKM
Gastkünstler/in, Künstler/in der Sammlung
Institut / Abteilung
Institut für Bildmedien
Biografie

Von 1978-86 studierte Dieter Kiessling an der Kunstakademie Düsseldorf, Abt. Münster, und war seit 1986 Meisterschüler bei Reiner Ruthenbeck. 1986 erhielt er den Produktionspreis der Internationalen Videonale Bonn, weitere Preise folgten. 1993 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Kunstfonds Bonn e.V. Kiessling lebt in Düsseldorf.
 
Dieter Kiessling ist bekannt geworden für seine Videoinstallationen im Closed-Circuit-Verfahren und für seine Objekte, die als Versuchsanordnungen den Bereich der Skulptur in die vierte Dimension der Zeit erweitern. Er beginnt zunächst als Maler zu arbeiten, bevor er über die Skulptur und Objekte zur Fotografie und Videokunst kommt. Nach ersten Eingriffen in bestehende Raumsituationen entstehen seit 1982 Videoarbeiten, die von 1983 an meistens zu Installationen erweitert sind. Verblüffende optische Phänomene und eine präzise Beobachtungsgabe bestimmen die Installationen ebenso wie die Objekte, die stets von größtmöglicher formaler Klarheit sind. Lichtquellen, Räume, Spiegelungen und Zeichen sind zentrale Themen auch in seinen Fotografien. Kiessling macht die technischen Funktionen der eingesetzten Geräte (Kamera, Projektor, Monitor) zum Ausgangspunkt für technisch detailliert ausgearbeitete Befragungen von Wiedergabe und Abbild, denen stets auch ein magisches Moment anhaftet und die das dargestellte Objekt und den Repräsentationsprozess auf subtile Weise miteinander konfrontieren.
 
Einzelausstellungen (Auswahl)
 
1987 Galerie Hake, Münster
1988 Galerie Hake, Münster
1989 Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach
1991 Thomas Backhauß Galerie, Düsseldorf
1994 Kunsthalle Düsseldorf; Räume für Neue Kunst - Rolf Hengesbach, Wuppertal
1995 Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen
1996 Räume für Neue Kunst - Rolf Hengesbach, Wuppertal; Kunstraum Wuppertal
 
Gruppenausstellungen (Auswahl)
 
1986 »2. Internationale Videonale«, Bonn; »Elektronische Künste«, Wissenschaftszentrum, Bonn
1987 »Neues Video aus der BRD«, Öffentliche Kunstsammlung Basel, Museum für Gegenwartskunst, Basel
1988 »Deutsche Videokunst 1986 bis 1988«, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
1989 »Video-Skulptur retrospektiv und aktuell 1963-89«, Kölnischer Kunstverein, Köln, anschließend Kongresshalle Berlin, Kunsthaus Zürich
1990 »ARS VIVA 90/91«, Heidelberger Kunstverein, Heidelberg, anschließend Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden
1991 »MultiMediale 2«, Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
1992 »Tiefgang«, Schlossbunker Mannheim; »Fluxus-Virus, Köln«, Aktionsforum Praterinsel, München
1993 »Gegenbilder«, Ausstellung in Münsteraner Kirchen, Münster; »MultiMediale 3«, Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
1994 »Minima Media«, Medienbiennale Leipzig; »Videoskulptur in Deutschland seit 1963«, Kunsthalle Rostock, anschließend Centrum Beeldende Kunst, Groningen, World Wide Video Centre, Den Haag, Museum van Hedendaagse Kunst, Gent, Madrid, Warschau
1995 »Art & Electronics«, Pao Gallerys, Hong Kong Arts Centre, Hongkong; »MultiMediale 4«, Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
1996 »Begegnungen«, Kunsthalle Barmen, Wuppertal; »Electronic Undercurrents«, Statens, Museum for Kunst, Kopenhagen; »Objekt: Video«, Oberösterreichische Landesgalerie, Linz
1997 »Der Traum vom Sehen«, Gasometer Oberhausen; »Escaping Gravily, Festival Video Positive '97«, Manchester; »Vidéo-Films-Expositions«, Saint-Gervais Genève, Genf

[Frauke Syamken, 1997]