Das Regime des Image

Zwischen mimischen Display und Corporate Branding

Cover der Publikation »Das Regime des Image«
Publikationstyp
Sammelband, Konferenzband
Verfasser / Herausgeber
Gerhard Johann Lischka und Peter Weibel (Hg.)
Verlag, Ort
Benteli Verlag, Bern
Jahr
2003
Inhalt

Eine Wissenschaft vom Bild des Körpers existiert seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Paul Schilder (1886 - 1940), ein Mitglied der Wiener Gesellschaft für Psychoanalyse, vereinigte die Diskurse der Soziologie, Psychologie und Biologie, um den Körper als Ort der Interaktion und Performativität zu untersuchen. Sein international verbreitetes Werk »The Image and the Appearance of the Human Body« (1950) bildete eine Soziologie des Bildes am Körper aus. Körper und Gegenstände treten nicht als solche auf, sondern als Bilder. Ihre Attraktivität und ihre Macht geht nicht von ihnen, sondern von ihren Bildern aus. Körper und Gegenstände, aber ebenso Personen und Institutionen, bilden daher ein Regime der Bilder, da die Bilder, die wir uns von ihnen machen, jene Fetische bilden, die wir verehren oder verdammen. Dabei ist das Medium aller Medien, das Medium, das wir am schnellsten wahrnehmen und das uns am meisten interessiert, das Gesicht. Das Faszinosum Gesicht ist gerade, dass es nie nur Gesicht ist, sondern immer auch die Idee des Gesichts, was so weit gehen kann, dass wir mit dem Image sogar die Loslösung vom optischen Gesicht feststellen und das Gesicht auf eine Idee, eine Ware, eine Firma übertragen. Wir haben dann ein »Gesicht«, das von der Akzeptanz, vom Erfolg, vom Zustand eines »Objekts« spricht. Die Welt als Kaskade von Bildern soll in diesem Symposium auf ihre Mechanismen der Produktion, Distribution und Rezeption untersucht werden.

Sprache
Deutsch
Beschreibung
216 S.
ISBN
3-7165-1305-9
Kooperationspartner

Kornhausforum, Bern

Über die Herausgeber/innen