medialounge um sechs
Die Schwarz-Weiß-Fotografie zeigt eine Frau in der Hocke mit einer Kamera.
Modernität, Lebensreform und Gleichberechtigung am Bauhaus
Do, 06.02.2020, 18:00 Uhr

Auch am Bauhaus wurden Studentinnen diskriminiert. Trotz einer offiziellen Politik der »absoluten Gleichberechtigung« (Gropius) wurden Frauen häufig in sogenannte »weibliche« Kunstfächer wie die Weberei abgedrängt.

Dennoch gab es Frauen, die – häufig über die Beschäftigung mit Fotografie – eigene Filmprojekte entwickelten. Der Vortrag hebt insbesondere die wichtige Rolle von sieben filmenden Frauen vom Bauhaus hervor. Dabei wird auch herausgearbeitet, dass zwei davon an zentralen Werken der deutschen Filmavantgarde als Co-Autorinnen mitarbeiteten. In symbiotischen Lebens- und Arbeitsgemeinschaften brachten sie die neue Formensprache des Bauhauses in weltbekannte Klassiker des Absoluten Films ein – ohne bisher dafür genannt zu werden. 

Dieser Vortrag von Thomas Tode und Markus Heltschl gibt einen Einblick in die Ausstellung »bauhaus.film.expanded«. Bereits vor der Eröffnung präsentieren die Kuratoren Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Aufarbeitung. 

Am 7. Februar wird die Ausstellung »bauhaus.film.expanded« eröffnet und im ZKM bis zum 17. Mai 2020 gezeigt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm zum Thema Bauhaus und Film sowie Kuratorenführungen durch die Ausstellungen »Die ganze Welt ein Bauhaus« und »bauhaus.film.expanded« finden am Wochenende, Sa 15. und So 16. Februar, statt. 

Begleitprogramm