Live-Performances »Is it working?«
Die Grafik von »Is it working?«, eine Ausstellung der Match Galerie Ljubljana und des ZKM | Hertz-Labors
Permutations II
Fr, 28.08.2020, 20:30 Uhr, Dauer: 1h
Online

Die Veranstaltung »Permutations II« stellt verschiedene Ansätze vor, die Rolle von Interpret und Publikum der elektronischen Live-Musik neu zu bestimmen. Sie findet im Rahmen der Ausstellung »Is it working?« statt.

Die performenden Künstler sind Yannick Hofmann, Dan Wilcox, Ansambel PRSA und J.B. Arthui: 55H22. Die Stücke von Yannick Hofmann und Dan Wilcox vom ZKM | Hertz Labor werden per Livestream aus dem ZKM Kubus zum Festival und für das Online-Publikum übertragen.

»Is it working?« ist eine Einführung in das gleichnamige Festival, das der Verein Ljudmila zwischen dem 24. und 28. August 2020 an verschiedenen Orten in Ljubljana im Rahmen des europäischen Netzwerks von Bildungs- und Kunstinstitutionen EASTN-DC organisiert. Das Netzwerk diskutiert neue Verschiebungen in den digitalen Paradigmen an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie, mit einem besonderen Schwerpunkt auf interaktiven, haptischen und multimodalen Prinzipien. Die Ausstellung zeigt Arbeiten, die mit unterschiedlichen Präsentations- und Interface-Strategien sowie digitalen Technologien unterschiedliche Modalitäten der Interaktivität erreichen.

robotcowboy ist ein musikalisches Ein-Mann-Band-Projekt, bei dem individuelle Hard- und Software auf einem tragbaren Computer zum Einsatz kommt. Es ist ein Versuch, Rock mit algorithmischen Kompositionswerkzeugen in Echtzeit zu einer dynamischen Live-Show zu verschmelzen. Eine MIDI-Gitarre, verrückte Steuergeräte, verschiedene Masken und synchronisiertes Bildmaterial sorgen für ein New Wave-Erlebnis. robotcowboy-Shows sind immer live und enthalten Aspekte der Improvisation, Interaktion mit dem Publikum und die Möglichkeit des Scheiterns, d.h. die Live-in-Live-Performance.

Figure-ground beschäftigt sich mit den mentalen und kognitiven Prozessen, die zwischen Reflexion und Dissoziation oszillieren. Als Teil der Performance wird in Echtzeit eine audiovisuelle Collage erstellt. Sowohl die visuelle als auch die klangliche Ebene zielen darauf ab, eine Art Pareidolie-Effekt zu erzeugen. Unter Verwendung eines Echtzeit-Canny-Kantendetektors speisen die Umrisse des fragmentierten Selbstporträts eines Darstellers ein Gray-Scott-Modell der Reaktionsdiffusion. Seine Werte steuern die Parameter einer elektroakustischen Klanglandschaft, die aus der elektronischen Manipulation von natürlichen Klangobjekten, verstärkten kleinen Klängen und Feldaufnahmen abgeleitet wurde. Das audiovisuelle Echtzeit-Performance-System wurde von Yannick Hofmann während des Corona-Lockdown 2020 entwickelt.