HyMEx 2021
Das Logo des Symposiums HyMEx 2021 in schwarzer und weißer Schrift mit einem schrägen neon-grünen Pfeil daneben
Hybrid Museum Experience Symposium
Do, 06.05.2021 – Fr, 07.05.2021
Online
Kosten: Kostenfrei
Sprache: Englisch

Die Veranstaltung im Livestream

Allgemeine Information

Das HyMEx // Hybrid Museum Experience Symposium // möchte im Frühjahr 2021 führende Forscher:innen, Wissenschaftler:innen in der digitalen und experimentellen Museologie, in der Sammlungspflege, der kuratorischen Praxis sowie Forscher:innen aus einem breiten Spektrum von Disziplinen zusammenbringen, um sich über herausfordernde Situationen und neueste Innovationen im Bereich des hybriden Museumserlebens auszutauschen, mit einem Fokus auf zeitgenössische Kunst.

Das vom Ludwig Museum am 6. und 7. Mai 2021 in Budapest veranstaltete zweitägige Symposium setzt den Weg fort, den das Medienerhaltungssymposium MAPS im Jahr 2015 mit seinen drei Ausgaben eingeschlagen hat.

HyMEx entsteht im Rahmen des internationalen, kollaborativen, praxisbasierten Forschungsprojekts »Beyond Matter«, das kulturelles Erbe und zeitgenössische Kunst an virtuelle Realität heranführt und über zahlreiche Aktivitäten und Formate, wie das HyMEx-Symposium, über die virtuelle Bedingung reflektiert, mit einem besonderen Schwerpunkt auf ihren räumlichen Aspekten in der Kunstproduktion, dem Kuratieren und der Vermittlung. »Beyond Matter« findet von 2019 bis 2023 statt; es wurde initiiert und wird geleitet vom ZKM | Karlsruhe und umfasst sieben Partner (Centre Pompidou Paris, Tallinna Kunstihoone, Aalto University, Tirana Art Lab, Weiss AG) und das Museum Ludwig. Das Projekt feiert seine erste kuratierte Veranstaltung, die Ausstellung »Spatial Affairs«, im April 2021 im Ludwig Museum und wird gleich darauf Anfang Mai von HyMEx gefolgt.

HyMEx – Schwerpunkt | Konzept

Die transformierte Entität des Museums: wie man die hybride Erfahrung durch die Einbeziehung pluridisziplinärer Blickwinkel und mittels physischer, virtueller, räumlicher und sozio-politischer Expositionen dekonstruiert und rekonstruiert.

Museen als definierte geografische Räume sind seit ihren Anfängen bewährte Institutionen. Sie bieten einen physischen und theoretischen Ort, der Versammlungen ermöglicht und als Plattform für Begegnungen zwischen Menschen dient, um Ideen auszutauschen und Wissen zu produzieren. Museen zeigen gesellschaftlichen Wandel auf, tragen aber auch dazu bei. Im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts scheinen die greifbaren Grenzen von Museen jedoch zu verschwimmen: Wo beginnt das Museum, da seine physischen Abgrenzungen ihre allmächtige Substanz verloren haben und das Museumserlebnis weder am Eingang beginnt noch am Ausgang endet?

Museen haben die Tendenz, sich auf digitale Plattformen auszudehnen und zusätzliche Inhalte zu schaffen, unabhängig vom Standort des Publikums. Die digitale Welt dominiert zunehmend die Realität eines Museums und noch davor die Realität des Publikums. Sie verschränkt das Physische mit dem Virtuellen, verwischt die Ränder der Wahrnehmung der Dimensionen, welche die Institution Museum zum Leben erweckt haben, wie zum Beispiel der Linearität der Zeit. Unter solchen Umständen verwandelt sich das Museum in eine hybride Entität, die gleichzeitig einen geografischen Ort, verschiedene digitale Plattformen, mannigfaltige Wege der Vermittlung, immersive Wissensproduktion, Partizipation und Austausch umfassen kann.

Es ist eine Möglichkeit, die hybride Museumserfahrung zu beschreiben, doch die Rolle, die Museen innerhalb eines breiten Spektrums von Gesellschaften einnehmen können und das Konzept des Museumsraums, das aus einer Perspektive angegangen wird, in der »virtuell« eine Bedeutung jenseits von computergenerierter Technologie hat, antizipiert einen Ansatz, bei dem es weniger um die technologische Seite der hybriden Erfahrung geht, als vielmehr um die partizipative Seite.

Das Symposium zielt darauf ab, nach Interpretationen der hybriden Museumserfahrung innerhalb der zeitgenössischen Kunstszene im Lichte räumlicher und gesellschaftlicher Aspekte zu suchen, die Möglichkeit der Deterritorialisierung des Museumsraums zu erhellen oder die Möglichkeiten der Konstruktion partizipativer Lösungen zu verstehen, durch die das Museum ein aktiver Vermittler gegenüber dem Publikum sein kann. Wie kann man auch die Ökosysteme von Museumserfahrungen erfassen oder einen Einblick in das gewähren, was immersive Technologien über die visuelle, persönliche Erfahrung an sich hinaus bieten können? Und was das Heraustreten aus den eigenen Grenzen angeht: Kann die hybride Museumserfahrung der zeitgenössischen Kunst zu verantwortungsvolleren Funktionen in einem gesellschaftlichen Kontext verhelfen, die über die Kulturvermittlung hinausgehen?

HyMEx versucht pluridisziplinäre Perspektiven, die relevant bleiben und eine glaubwürdige Bezugsquelle gegenüber der:m Künstler:in, dem Kunstwerk, der Ausstellung, der:m Besucher:in und der:m Museumsexpert:in darstellen.

 

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Organisation / Institution
Ludwig Múzeum Budapest

HyMEx ist innerhalb des »Beyond Matter«-Projektrahmens organisiert.

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