WHAT’S URGENT?

Driving the Human Festival

++ Die Videos finden Sie unten auf dieser Seite ++

Der erste Tag des »Driving the Human« Festivals gab einen Einblick in das Kooperationsprojekt und eröffnete die vielfältigen Fragen und Themen des nachfolgenden zweitägigen Programms mit Begrüßungsreden, Projektpräsentationen, Statements und Performances.

Von Freitag, 18:30 Uhr MEZ, bis Sonntagabend wurde das Festival online übertragen, inklusive Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Vorträgen, Performances, Gesprächen, Workshops und eines Aktivierungsprogramms. Das Publikum war eingeladen, sich über eine Telegram-Gruppe an der Live-Diskussion zu beteiligen, sich zu vernetzen, Ideen zu sammeln und Fragen an die Podiumsgäste und Teilnehmenden zu stellen.

Programm

Während des gesamten Festivals wurde der Workshop »THERE ARE BIOCOMPOSITES GROWING IN MY GARDEN« von Kim André Lange & Bio Design Lab per Live-Stream und vor allem auf Instagram @biodesignlab_hfgk angeboten. (Aus rechtlichen Gründen wurde dieser Beitrag nicht aufgezeichnet.)

Begrüßung und Einführung in das Programm
Barbara Kiolbassa (Kunstvermittlerin ZKM), Julien McHardy (Wissenschaftler, Kurator)
Begrüßung von Jan Boelen (Rektor der HfG) und Peter Weibel (CEO des ZKM)
Musik und Bild von Alba G. Corral & Tutu (Aus rechtlichen Gründen wurde dieser Beitrag nicht aufgezeichnet.)

Präsentation des Ausstellungsprojekts »Critical Zones« im ZKM
Daria Mille (Kuratorin am ZKM)

Das Bewusstsein einer existenziellen Bedrohung unserer kollektiven Existenzbedingungen führt zu der Notwendigkeit, verschiedene Wege zu finden, mit der kritischen Situation, in der sich die Erde befindet, umzugehen und uns neu zu orientieren. Die Ausstellung »Critical Zones«  im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe erforscht neue Formen des Zusammenlebens aller Lebensformen und bietet damit eine Orientierung, um die ökologischen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu diskutieren.

Projektvorstellung des »Bio Design Labs« an der HfG
Lisa Ertel, Ina Grabosch, Julia Ihls, Anne-Sophie Oberkrome (HfG-Alumni und Studierende)

Auf der Suche nach lokalen Ressourcen und nachhaltigen Möglichkeiten, Produktionsmethoden neu zu gestalten und zu überdenken, stellt das »Bio Design Lab« der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe verschiedene Formate vor, um praktische und nachhaltige Zukunftsvisionen zu diskutieren.

Voices of the Festival
What are the urgencies of our time?
Kurze Statements der Podiumsgäste und TeilnehmerInnen, die in sechs Sektionen, am Samstag und Sonntag, über die Dringlichkeiten unserer Zeit diskutierten.

Statement und Performance
Vivien Tauchmann, »Self-As-Other-Training: Smartphone (1)«

Vivien Tauchmann produzierte fünf »Self-As-Other-Trainings«, die während des gesamten Festivals gezeigt wurden. Die »Self-As-Other-Trainings« thematisieren die Notwendigkeit, unsere Körper durch die Dekontextualisierung dieser stillen Exklusionen und die aktive Verkörperung des »Anderen« in choreografierten Handlungssträngen zu erziehen, um eine kritische Selbstreflexion hervorzurufen und schließlich Verhaltensänderungen zu provozieren. Die Arbeit will zeigen, dass Empathie nicht nur eine rationale Fähigkeit ist, sondern auch ein verkörpert Geisteszustand, durch den wir unsere Verbindungen zu Menschen jenseits unseres bekannten Rahmens neu gestalten können.

Projektvorstellung
Hans Ulrich Obrist, »IT’S URGENT! Part II«

Die Idee für die Plakatserie »ITʼS URGENT Part II« war, neue, weniger vorhersehbare Situationen zu schaffen, die sich von klassischen Ausstellungen zugunsten anderer Formen der Darstellung und Sichtbarkeit abwenden und so neue Formen des Austauschs, der Begegnung und des sozialen Raums produzieren, die sich auch einem neuen Publikum öffnen. Es handelt sich um ein Ausstellungsmodell, das Hans Ulrich Obrist (mit Christian Boltanski und Bertrand Lavier) 1993 mit »do it« begonnen hat. Obrist präsentierte sein Projekt und stellte 62 Plakate von »ITʼS URGENT Part II« aus.

Filmsichtung
Melanie Bonajo, »TouchMETell«, 2019. HD-Videofilm, 25 min, mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und AKINCI (Dieser Beitrag wurde aus rechtlichen Gründen nicht aufgezeichnet.)

Melanie Bonajo untersucht mit einer Gruppe von Kindern im Alter von sechs bis acht Jahren, wie sie ihren eigenen Körper und den Körperkontakt mit anderen erleben. Bonajo verwendet offene Interviewtechniken und kinästhetische Spielformen, die in einer weichen, pelzigen, kuscheligen und bunten Landschaft aus unterschiedlich geformten Objekten entstehen. Bonajo will damit eine Diskussion über Grenzen, Geschlechterrollen, körperliche Autonomie und Intimität und den Mangel an Körperkontakt im digitalen Zeitalter anstoßen.

Musik und Bild von Alba G. Corral & Tutu (Aus rechtlichen Gründen wurde dieser Beitrag nicht aufgezeichnet.)

 

Driving the Human Festival: Freitag Livestream

Driving the Human Festival
20.–22. November 2020

Organisiert und veranstaltet von ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe und Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

Die »Driving the Human«-Kooperation ist von vier Institutionen initiiert und koordiniert: acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, das internationale Mentoring-Programm Forecast, die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe.

»Driving the Human« wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Teil des Future Architecture Programms

Förderer

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