Hommage an Artavazd Peleshian
So, 09.05.2004, 19:30 Uhr

Unter dem Titel »Hommage an ...« eröffnet das ZKM | Filminstitut eine Reihe von Werkschauen, die bedeutenden Persönlichkeiten der gegenwärtigen Filmlandschaft gewidmet sind.

Der armenische Regisseur Artavazd Peleshian [geb. 1938 in Leninakan] gilt nicht nur als letzter großer Erneuerer der filmischen Montagesprache, sondern wird von Jean-Luc Godard sogar für den bedeutendsten Filmemacher der Gegenwart gehalten, und auch Francis Ford Coppola bringt ihm uneingeschränkte Bewunderung entgegen. Sein epochales Werk umfasst in vierzig Jahren gerade mal zwölf kurze bis mittellange Filme, die allesamt nur mit Bild und Musik auskommen. Wenn der Film ohne Schauspieler die Definition für den Dokumentarfilm im weitesten Sinne ist, dann führen Peleshians Arbeiten diese Gattung zu ihrem höchstmöglichen künstlerischen Ausdruck.

In Anwesenheit des Regisseurs werden neun seiner Filme gezeigt, was angesichts der Tatsache, dass die restlichen drei verschollen sind, einer Gesamtretrospektive gleichkommt. Es ist die erste im deutschsprachigen Raum. Andrei Ujica wird in den Abend einführen.

Artavazd Peleshian:
»Unser Jahrhundert«
1982/90, s/w, 50/30 min

Artavazd Peleshian:
»Die Jahreszeiten«
1972-75, s/w, 29 min

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ZKM