Aleš Erjavec

Geburtsjahr, Ort
1951
Biografie

Der slowenische Philosoph Aleš Erjavec, geboren 1951, lebt und arbeitet in Ljubljana. Er ist Forschungsdirektor des Instituts für Philosophie der Slowenischen Akademie für Naturwissenschaften und Professor für Ästhetik an der Universität Ljubljana. Zudem hat er an der geisteswissenschaftlichen Fakultät in Koper den Lehrstuhl für Kulturwissenschaften. Von 1984 bis 1999 war Erjavec Vorsitzender der Slowenischen Gesellschaft für Ästhetik, von 1998 bis 2001 Präsident der Internationalen Vereinigung für Ästhetik. Seine ästhetisch-philosophischen Schriften, die der kritischen Theorie, dem (Post-)Modernismus, der slowenischen Kunst und dem Verhältnis von Ästhetik und Ideologie gewidmet sind, haben weltweit große Anerkennung erfahren; sie wurden u. a. ins Englische, Französische, Deutsche, Iranische, Chinesische, Japanische und Russische übersetzt. Zu Erjavecs Hauptwerken zählen die Monographie »On Aesthetics, Art and Ideology« (Ljubljana 1983), eine Abhandlung über das Zusammenspiel von Postmodernismus und Postsozialismus, die Essays »Das fällt ins Auge…« (München 1998) und »L’estetica e le filosofie« (Turin 1998) sowie das geschichtsphilosophische Œuvre »The Impossible Histories« (Cambridge 2003). Ein Leitgedanke in Erjavecs Texten ist die These, dass die Postmoderne den osteuropäischen Künstlern und Intellektuellen die entsprechenden Mittel und Ausdrucksformen an die Hand gab, um das kulturelle Vakuum des Postsozialismus zu füllen, ohne in prämoderne Strukturen zurückzufallen.